Ulrike Putz rätselt über Goldstone-Wende

Ulrike Putz schreibt für Spiegel Online, dafür begleitet sie auch mal ein paar antisemitische Terroristen zum Raketenbau. Jetzt, nachdem Goldstone seinen berüchtigten Bericht sozusagen selbst für ungültig erklärt hat (kurze Geschichte des Berichts auf Lizas Welt), ist die Aufregung groß. Ulrike Putz berichtet und hat sich schon in der Überschrift festgelegt:

„Israel rätselt über Goldstone-Wende“ impliziert schon von Anfang an, dass es aus israelischer Sicht seltsam wäre, dass Goldstone zugegeben hat, dass sein Bericht nicht den Tatsachen entspricht, dass die israelischen Kriegsverbrechen gar keine waren. In diesem Ton geht es weiter:

Was hat Richter Goldstone dazu bewogen, seinen umstrittenen Uno-Bericht zum Gaza-Krieg zu relativieren? In Israel wird nun über politische Gründe spekuliert. Aber auch private Motive könnten eine Rolle spielen: Er sei beschimpft und bedroht worden, heißt es.

Dass Goldstone den Bericht deswegen relativiert haben könnte, weil die Fakten eine andere Sprache sprechen, davon will man bei SPON gar nicht erst reden. Stattdessen erzeugt man ein Bild, dass entweder politischer oder persönlicher Druck auf Goldstone ausgeübt wurde, der Bericht aus Selbstschutz geändert wurde -weil Goldstone angeblich gemobbt worden wäre – statt um der Wahrheit Genüge zu tun.

Und als der Griff ins Klo nicht schon genug Ekelhaftigkeiten zu Tage gefördert hat, geht es weiter:

Israelische Zeitungen spekulierten eifrig über die Hintergründe der Volte. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri nannte Goldstones Kehrtwende „sehr merkwürdig“. „Es ist verwunderlich, dass Goldstone plötzlich von dem Inhalt seines Berichts abrückt und sagt, er akzeptiere die israelische Sichtweise“, sagte Abu Surhi.

Man muss sich das einmal vor Augen führen: Als erste Stimme wird der Sprecher der Hamas genannt, als verträte er einen normalen, moderaten Standpunkt, statt die Vernichtung der Juden. Nachdem man dann einen Antisemiten als seriöse Quelle verstanden haben will, verdeutlicht Putz noch einmal, dass Israel seine Selbstverteidigung nach wie vor zu rechtfertigen habe:

Israel rechtfertigt die dreiwöchige Offensive „Gegossenes Blei“ bis heute als notwendige Selbstverteidigung gegen die andauernden Raketenangriffe militanter Palästinenser aus dem Gaza-Streifen.

Sie rechtfertigen es bis heute als Selbstverteidigung. Frau Putz wartet darauf, dass Israel es nur endlich zugibt. Ihr ganzes Fachwissen breitet sie dann am Ende aus:

Die über den Gaza-Streifen herrschende Hamas wiederum habe nichts getan, um Angriffe militanter Palästinenser auf Israel mit Raketen und Mörsergranaten zu untersuchen, bemängelte Goldstone nun.

Wäre auch seltsam, wenn die Hamas gegen ihre eigenen Ziele arbeiten würde.


2 Antworten auf „Ulrike Putz rätselt über Goldstone-Wende“


  1. 1 Peter-Michael Menzler 09. April 2011 um 21:58 Uhr

    in Frau Putz’s Gehirn(wenn vorhanden)sollte mal geputzt werden!

  2. 2 Stanislaw Hirschfeld 09. April 2011 um 23:22 Uhr
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